Musti, Bodo und Schlechtschmeckkekse

Musti und Bodo machten heute das Boot klar, um sich auf die Suche nach seltenen Tieren zu machen. Einige Vögel wurden gesichtet, aber auch eine traurige Sache – tote Fische. Um ehrlich zu sein, wundert es einen, dass es in Finnland überhaupt noch Tiere gibt. Es wird gebaut,  die Leute fahren sinnloserweise mit Motoren versehenen Ruderbooten umher, die am Strand mit Treibstoff befüllt werden, grillen einfach irgendwo und der Müll liegt überall rum. 😦 Nachdem der Bodo und Musti an einer Insel angelandet sind,entdeckten sie die toten Fische und Ölspuren im Wasser. Ob die für das Fischsterben verantwortlich sind oder fehlender Sauerstoff wegen der Hitze muss ich mit meinem Kollegen Sherlock Hund noch detektivisch ermitteln. Aber Bodo und Musti entdeckten noch mehr, Tonnen an Styropor und deshalb beschlossen beide, eine Aufräumaktion zu starten und sammelten soviel ihre kleinen Hände tragen konnten. Musti hatte mit seinen acht Armen echt mehr Erfolge, aber schon nach kurzer Zeit war das Boot voll. 😦 Zur Stärkung gab es dann Kekse, die so furchtbar schmeckten, das sie fortan Schlechtmeckkekse hießen.

Bodo

 

Ach fast hätte ich das vergessen, es gab auch lebende Tiere. Ich zeig euch mal die Bilder:

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Liebe Grüße eure Amanda und die Umweltschutzaktivisten Bodo und Musti

 

Einmal Inari hin und zurück

Heute stand ein Besuch des Samischen Kulturzentrums auf dem Programm. Vorweg zur Info, es wird umgebaut, erneuert, saniert und zwar bis Ende 2022. Vielleicht sollte man d erst danach wiederkommen. Auf dem Weg von und zum Inari entdeckten wir allerlei seltsames, z.B. einen Flughafen, auf dem wahrscheinlich die Goldregenpfeifer die einzigen Vögel sind, die dort starten und landen. Aber es gibt dort immerhin ein Abfertigungshäuschen (rot im Bild), ein Gatearea, wo man auch grillen kann, eine Toilette und außerdem eine Post :D. In dem Briefkasten ist das Gästebuch und natürlich sind meine Ausführungen nicht ganz ernst gemeint.

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Linkerhand des Abzweiges zum Flugplatz gibt es ein Häuschen, wo man einen kleinen Imbiss zu sich nehmen, Souvenirs kaufen und für einen Euro aufs Klo gehen kann. eine Pulla und einen Kaffee/ Tee gab es für schlappe 5,50€. Das wäre alles okay, aber was es dort noch gibt, lässt einen erschauern. Es gibt dort nämliche eine Tankstelle, deren Tropfreste sich dort am und im Boden sammeln und die dem Aussehen nach sicherlich keine Betriebserlaubnis mehr hat, jedenfalls scheint sie mit den Natur- und Umweltschutzbestimmungennicht konform zu sein. Schaut selbst.

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Außerdem muss sich unser Reisebegleiter, Herr Sherlock Hund,  der Frage stellen: Woher kommt das Vogelsterben an der Tanke? Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Betreibern der Gaststätte. Was macht der Maulwurf Detlef und was hat das mit dem „Mord im Hotel Sacher in Wien zu tun? Fragen über Fragen

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Nach einer kurzen Pinkelpause ging es weiter. Nach einem kurzen Zwischenstopp am Lemmenjokki- Nationalpark kamen wir nach 230km am Siida-Zentrum an.

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Siida ist das samische Kulturzentrum, das am Inari Kirchendorf (Inarin Kirkonkylä) liegt. Es gibt neben Dauerausstellungen auch Wechselausstellungen, befindet sich aber derzeit noch bis Ende 2022 im Umbau. Trotzdem kann man hineingehen, sich einiges angucken, Souvenirs kaufen und auch den einen oder anderen Reisetipp abholen.

Anbei ein paar Impressionen:

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Weil der Tag noch nicht genug Abwechslung bot, ging es weiter zur Einödkirche. Der Parkplatz liegt etwa 2,5km hinter Siida und von dort gibt es einen ziemlich beschwerlichen, aber sehr schönen Wanderweg, wie lang der Weg tatsächlich ist, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, denn bereits am Eingang des Wanderwegs stehen Schilder mit 4,5km und 5km .

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Ein langer Tag neigt sich dem Ende, nur noch die Rückreise nach Muonio. Dabei stellte sich Mama die Frage, was denn die Kühe im Wald machen…Man-o-man, Mama braucht wirklich eine neue Brille.

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In diesem Sinne, haltet die Augen auf, bleibt gesund, eure

Amanda

 

PS: Diese schönen Abend- bzw. Nachtbilder will ich euch natürlich nicht vorenthalten.

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Einblicke in die Sprach- und Kulturreise

Liebe Leute, wir sind ja nun schon eine gute Woche hier und lernten einiges an finnischen Wörtern und haben natürlich nicht nur ein umfangreiches Schulungs- sondern auch Freizeitprogramm: Seht selbst:

Hier haben wir den Bootsführerschein gemacht, natürlich unter dem wachsamen Auge unseres Chefs, dem Glühwürmchen Elder, ihr könnt ihn gut in seinem orangenen Boot erkennen. Nur der kleine Uli war etwas schüchtern und beäugt die Sache erst einmal von einem Stein aus.

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Fortsetzung folgt..

Pallastunturi

Der Pallastunturi gehört zum gleichnamigen Nationalpark und bietet neben einem Luentokeskus, also einem Naturinformationszentrum, zahlreiche Wanderwege und ist im Winter ein schneesicherer Ort für Fans des Skisports. Wir entschieden uns für eine mit 5km eher kleinere Wanderrunde  und beobachteten ein paar Piepser. Und falls ihr bis heute auf eurer Reise durch Lappland noch kein einziges Rentier gesehen habt, lohnt sich ein Ausflug in doppelter Hinsicht, denn vor dem Platz zwischen Hotel und Luentokeskus haben es sich die örtlichen Rentiere gemütlich gemacht.

Hier gibt es den Link zum  Luentokeskus  , wie immer ohne Gewähr.

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Lieeb Grüße von eurer Amanda

Äkässaivo ja Seitapahta

Heute ging es zu einer alten eiszeitlichen Kultstätte der Sami, dem Äkässaivo und dem riesigen Seitakivi. Beides liegt in der Nähe des Ylläs-Palas-Nationalpark und man gelangt zunächst auf der Straße 940 in Richtung Äkäslompolo kommend dorthin, Abzeig Muotkavaara auf der Straße 79, man fährt etwa 22 km bis zum Dorf Tiurajärvi und biegt dann in die Straße 9403 und fährt noch zirka 2,5 km. Am Äkäsjoki gibt es mehrere Parkplätze. Von hier startet man dann die Saivokierros, angegeben werden 3 km , aber wie das so ist mit den km -Angaben, es darf ein bisschen mehr sein 🙂 Entlang des Wanderweges gibt es Informationstafeln , die über die Geschichte und Natur der Region erzählen. Nebenbei kann man Blaubeeren sammeln und gelegentlich sind auch Moltebeeren zu finden.

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Auf dem Rückweg gab es noch einen kleinen Abstecher zur Äkäsmylly, wo es eigentlich ein kleines Café gibt, welches aber in diesem Jahr coronabedingt geschlossen hat. Ein paar Fotos gibt es trotzdem.

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Hyvää illanjatkoa 🙂

 

Särkitunturi

Neuer Tag, neues Wanderglück. Auf ging es zum Särkitunturi. Vom Parkplatz, der direkt an der Straße 79 liegt, sagte ein Hinweisschild, dass es 3,2 km sind. Im Internet war die Rede von leicht, für Gehbehinderte und Kinderwagen geeignet. Keine Ahnung, aber ich war hinterher völlig erledigt. Vielleicht lag es am Übergewicht oder den kaputten Knien. Auch mit den Kilometern stimmte etwas nicht, ich hatte am Ende 12264 Schritte und 8,76 km auf der Uhr. Schön war es trotzdem. Hier ein paar Wanderimpressionen.

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Särkitunturi 2

Särkitunturi 3

Särkitunturi 4

Pakasaivo ja Kirkkopahta

Sonntag, 26.7. – Eigentlich stand nur der Besuch des örtlichen Supermarktes, immerhin nur 12 km entfernt, auf dem Programm. Aber irgendwie dachte ich, es können nicht schaden, ein wenig die Umgebung zu erkunden. Pakasaivo schien ganz in der Nähe zu sein. Adresse ins Navi eingegeben und ab ging die Fahrt. Das Hinweisschild habe ich auch gefunden und es ging auf einer Sandstraße in den Wald hinein. Dabei darf man sich nichts denken, es wird schon richtig sein. Nur mit den Kilometern stimmte etwas nicht. Am Schild stand doch 1,4 km oder etwa nicht? Zum Glück machte ich ein Foto und guckte nochmal drauf, wer lesen kann, ist klar im Vorteil, statt 1,4 km stand dort 14 km. Ach herrje und dann noch das Navi, es erklärte irgendwas von 50 km. Das wird wohl nichts mit mal eben die Umgebung erkunden. Hier hilft nur Ruhe bewahren und weiter fahren, komme, was da wolle. Irgendwann erreichte ich auch wieder eine etwas bessere Straße, wobei Straße vielleicht nicht unbedingt gerechtfertigt ist, ein schmaler Schotterweg trifft es eher. Also weiter gefahren und schließlich erreichte ich einen Parkplatz mit dem Hinweis auf den 200m entfenten Pakasaivo. Pakasaivo ist ein schmaler, etwas mehr als mehr als einen Kilometer langer See, der aus  Gletscherschmelzwasser  entstand. Pakasaivo, der auch auch „Lapplands Hölle“ genannt wird, hat eine Wassertiefe von 60 Meter und die den See umgebenden Klippen ragen an einigen Stellen mehr als 60 Meter über die Wasseroberfläche. Der Pakasaivo ist damit nach dem Inarisee das zweit tiefste Gewässer im Norden Finnlands. Das Gelände steht unter Schutz und es ist strengstens verboten, Pflanzen, Tiere, Gesteine oder ähnliches zu entfernen oder unautorisierte Grabungen vorzunehmen.

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Die Fahrt geht weiter…

Ganz in der Nähe liegt der/ die/ das Kirkkopahta. Es handelt sich hier um einen etwa 6x7m großen Felsbrocken, der  gut 2m hoch ist und als Opferstätte der Sami dient.

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Finnland 2020 – ein erster Bericht

In diesem Jahr ist alles anders. Das Reisen ist vom Corona-Virus bestimmt und trübte ein wenig die Vorfreude. Am Donnerstag, den 23.7. ging es los, mehr oder weniger Hals über Kopf, aber irgendwie schafften wir es rechtzeitig zum Einschiffen und die Überfahrt war auch ruhig , wenngleich vom Regen begleitet. Ein wenig mulmiges Gefühl beim Essen war es, es gab in diesem Jahr keine Tischzuweisung, was sich beim Frühstück noch als entspannt gestaltete, war beim Brunch-Büfett schon schwieriger, gefühlt keine freien Plätze, dichtes Gedränge am Büfett, schreiende Kinder, die sich ebenfalls am Büfett zwischen den Menschen drängelten. Vereinzelt sah man Leute, die Masken trugen. Naja, wir haben es überstanden und kamen pünktlich in Vuosaari an. Von dort begleitete uns der Regen kontinuierlich in Richtung Norden, etwa eine Stunde vor Ankunft im Mökki hörte es auf.

Anbei ein paar Reiseeindrücke von der Anreise.

Hyvää yötä ja nuku hyvin.

Eure Amanda 

 

PS: Auf dem Bild ist Musti, unser Tintenfisch, der einmal ein richtiges Abenteuer erleben möchte, bevor er zu kleinen Kindern, die viel zu früh auf die Welt kamen, ins Krankenhaus geht und ihnen dann von der großen weiten Welt erzählt, damit sie nicht aufhören, um ihr Leben zu kämpfen.

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Ein paar Tipps für eure Reise nach Finnland

Heute lass ich euch einfach mal ein paar Fotos da. Wahrscheinlich denkt ihr, ja genau, das ist Finnland, das Land in dem die zufriedensten Menschen wohnen. Dennoch gibt es auch hier die ganz normalen Probleme der Gesellschaft: Arbeitslosigkeit, Alkoholismus, Drogen, Depressionen, Obdachlose, faule Leute, Leute ohne Berufsausbildung, Leute, die sich nicht an Gesetze halten usw. usf.

Wenn ihr hierher reist, vergesst nicht, ihr seid Gäste in dem Land. Geht sorgsam mit allem um, seid höflich, die Finnen sind es in der Regel auch. Schmeißt euren Müll nicht achtlos weg (das mit der Mülltrennung sollten die Finnen aber noch einmal überdenken, meistens wirft man ALLES in eine Tonne).  Raucht nur dort, wo rauchen erlaubt ist oder hört am besten ganz damit auf, ist eh schädlich für die Gesundheit.

Wenn ihr wandern geht, sollten folgende Dinge unbedingt dabei sein: gute wasserfeste Schuhe, ein aufgeladenes Handy, Verpflegung, denkt bitte auch an euren 4-Beiner, Klopapier und eine Tüte für euren Müll, eventuell einen Regenmantel, Fotoapparat, aber schleppt bloß nicht zu viel mit.

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Außerdem empfehle ich euch Gummistiefel, im Juni/ Juli ein ordentliches Mückenmittel und eine kleine Taschenlampe.

Sonnenaufgang

Diese Sonnenaufgangsfotos wurden am 28.8.19 zwischen 5:30 und 6 Uhr in der Nähe von Lohja aufgenommen,

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Viel Spaß in eurem Lieblingsreiseland wünscht euch eure Amanda

Komion luonnonsuolejualue

Heute machten wir uns auf, die nähere Umgebung weiter zu erkunden. Im Internet entdeckten wir das Komio Naturschutzgebiet. Die Anfahrt ist etwas beschwerlich, da die Einfahrt zum Areal nicht aus der Richtung einsehbar war, aus der wir kamen. Für euch mal die Adresse: Luutasuo 123, 12750 Loppi. Ach ja, falls ihr mit einem Navi/ Telefonnavi unterwegs sein und ihr steht plötzlich vor der Frage, soll ich da wirklich lang fahren, sieht aus wie ein Trampelpfad? Also, wir haben bis jetzt alles überstanden, manchmal immer in der Hoffnung, hoffentlich kommt uns jetzt keiner entgegen 😀

Was kann man hier eigentlich alles machen? Man kann picknicken und die Landschaft genießen sowie je nach Jahreszeit Ski fahren, Pilze und Beeren sammeln, mountainbiken und wandern. Zum Wandern stehen dir verschiedene relativ gut aus geschilderte Wege zur Verfügung: poronpolku mit einer Gesamtlänge von ungefähr 30km und pikku-samo, etwa 3,5km und samo zirka 6,5km. Allerdings sind Mama und ich uns sicher, dass das mit den Längenangaben etwas fraglich ist., vielleicht wird es in Luftlinie angegeben,vermutet Walther, wir sind nämlich die kleine Runde gelaufen und unser Schrittzähler stellte dann fest, es waren etwas mehr als 5km, obwohl wir eigentlich immer dem gelben Punkt folgten. Mit meinem detektivischen Scharfsinn gibt es nur folgende Möglichkeiten: 1. wir sind zu viel hin und her gelatscht, um Fotos zu machen,  2. wir sind irgendwie vom Weg abgekommen oder 3. die Längenangabe ist falsch. Variante zwei schließe ich aus, über eins und drei muss ich noch nachdenken.

Zwei Neuigkeiten gab es auch heute, oberhalb unserer Wanderstrecke folgten wir noch ein bisschen dem Poronpolku, um in den Luutasuo zu kommen. Wir waren auch etwa 100m weitgekommen, als uns ein Trupp Fatbikefahrer auf den pitkospuilla entgegenkam. Das war das erste Neue und das zweite, einer wollte Mama und Dagobert vom Holzsteg runterschubsen, Er hatte allerdings die Rechnung ohne Dagobert gemacht. Abgesehen davon, war es hier ganz ruhig und friedlich 😀

Ich lass euch mal ein paar Fotos da. Fast hätte ich es vergessen zu erwähnen, Klos sind unterwegs Mangelware.

Komio 1

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Also nachdem wir so schon ziemlich lange über Stock und Stein gewandert waren, war plötzlich ein Briefkasten mitten im Wald zu finden. Der wollte natürlich untersucht werden, taten wir auch und wir fanden das Gästebuch :D, es hat jetzt einen Eintrag mehr. Außerdem wollte ich mal erwähnen, dass ich mit Walther alle Schilder gelesen habe, die auf dem Weg waren, ich kann jetzt mein Naturerkundungsdiplom an der Uni problemlos bestehen 😀

komio 2

Viel Spaß beim Wandern wünscht euch eure  Amanda